alt JBBL 3Sechs Mannschaften, neun Spiele an zwei Tagen, ein verdienter Gewinner: Am vergangenen Wochenende fand in Leipzig das erste JBBL-Vorbereitungsturnier des USC Leipzig statt, fünf Mannschaften aus dem Bundesgebiet waren der Einladung in die Messestadt gefolgt. Am Ende setzte sich der DBV Charlottenburg verdient im Turnierfinale gegen den BBC Bayreuth durch, Für den Gastgeber sprang gegen die Oettinger Rockets Gotha der fünfte Platz heraus. Im kleinen Finale sicherte sich der TS Jahn München im bayerischen Jahn-Duell Platz 3 gegen Liga-Neuling TSV Jahn Freising.

Die organisatorische Bilanz des Wochenendes fällt durchweg positiv aus. Alle Mannschaften hatten viel Spaß, der Ablauf des Turniers verlief reibungslos und ohne Komplikationen. Ein ausdrückliches Dankeschön geht hierbei an die vielen Helfer im Hintergrund, allen voran die Eltern der Leipziger Spieler, ohne die das Turnier in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Vor allem am Buffet erwiesen sich die elterlichen Helfer als unverzichtbar.

JBBL 1Aus sportlicher Sicht lief es für die Junior-Riesen zunächst nicht rund: Im Eröffnungsspiel gegen starke Bayreuther setzte es eine deutliche Niederlage, die vor allem auf die fehlende Bereitschaft, das Spiel anzunehmen, zurückzuführen war. Immer wieder kamen die Gäste aus Oberfranken zu einfachen Fast-Break-Punkten, für die Transition-Defense der Leipziger verteilte Coach Schlünken abschließend die Note „mangelhaft“ und stellte fest: „Das können wir besser.“ Es blieb dem USC vorbehalten, den ersten Turniertag mit dem Spiel gegen die erstmals für die JBBL qualifizierten Freisinger zu beschließen. Die Oberbayern bewiesen, dass sie sich zu Recht einen Startplatz in der Liga erspielt haben und bereiteten dem Gastgeber vor allem an den Brettern erhebliche Schwierigkeiten: Die physische Spielweise schlug sich auf dem Statistikbogen in Form einer deutlichen Reboundüberlegenheit nieder.

Da auch die zweite Mannschaft aus der Vorrundengruppe Ost, die Oettinger Rockets, in beiden Gruppenspielen eine Niederlage einstecken musste, kam es am Sonntag im Spiel um Platz 5 zum Duell der beiden Vorrunden-Kontrahenten. Nach der durchwachsenen Leistung am Samstag zeigten die jungen Riesen hier eine deutlich beherztere Vorstellung, spielten merklich intensiver und trauten sich insgesamt mehr zu. Da zur Pause Gotha mit Zac Ensminger und Kevin Kollmar den verletzungsbedingten Ausfall zweier Stützen im Spiel zu beklagen hatte, gelang es den Thüringern nicht, in der zweiten Hälfte ein Comeback zu starten.

JBBL 2Justin Schlünken, der Leipziger Coach, resümierte nach dem Turnier: „Insgesamt sollten wir mitgenommen haben, dass jeder einzelne in jedem Spiel alles geben und mit Herz spielen muss, wenn wir dieses Jahr in der Liga bestehen wollen. Wir haben ein sehr junges Team, das sich an das Spielniveau noch gewöhnen muss und hatten leider auch bei diesem Turnier bedingt durch Klassenfahrten, Krankheiten und Auswahl-Verpflichtungen nicht den kompletten Kader zur Verfügung.“

Zu unseren Gäste lässt sich sagen, dass der DBV Charlottenburg als verdienter Sieger aus dem Turnier hervorgegangen ist. Die gezeigte defensive Aggressivität und Intensität soll beim Erreichen des erklärten Ziels, die Teilnahme an der Hauptrunde, die Basis für das Spiel der Hauptstädter bilden. Auch die Bayreuther Mannschaft präsentierte sich in den drei Spielen stark, ebenso die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt. Der TSV Jahn Freising hat sich als Aufsteiger eine sehr solide Vorstellung gezeigt und kann mit einem guten Gefühl in die erste JBBL-Saison starten. Unser Gruppengegner aus Gotha hat, ähnlich wie das Leipziger Team, viele Leistungsträger der letzten Saison verloren und geht mit einem sehr jungen Team an den Start. Um einen starken Jonas Müller und den Leistungsträger Zac Ensminger vertraut Coach Stefan Mähne vielen Spielern aus dem jüngeren Jahrgang, die in dieser Spielzeit perspektivisch Erfahrung sammeln sollen.

Der USC Leipzig bedankt sich bei allen Gästen für die Teilnahme und wünscht für die kommende Spielzeit viel Erfolg auf und abseits des Feldes.