altVor über 70 lautstarken Zuschauern gelang den Leipzigern am Sonntag in der heimischen Brüderhölle ein wichtiger 68:59 Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Jena. Somit glückte die Revanche für die deutliche Hinspiel-Niederlage und man konnte mit Jena in der Tabelle gleichziehen, wobei die Thüringer den direkten Vergleich für sich entschieden.

 Jena startete besser ins Spiel: Während Leipzig in den ersten 5 Minuten nur durch Freiwürfe punkten konnte, fand Science City offensiv schnell seinen Rhythmus und setzte sich mit einem Dreier auf 13:3 ab. Dann aber bekamen die Messestädter in der Defense Zugriff und schränkten die offensiven Freiheiten für Jena spürbar ein. Bis zum Viertelende ging Leipzig durch einen 16:5-Run in Führung.

Das zweite Viertel verlief ausgeglichen. Immer wieder suchte Leipzig den Zug zum Korb, da sie am Sonntag einen gebrauchten Tag aus der Distanz erwischten (1-15, 7%). Die Rechnung ging auf, die lange Garde Jenas konnte den Drive meist nur per Foul unterbinden und fand sich so schnell auf der Bank wieder. Mit 35:35 ging es in die Pause.

Die Messestädter kamen besser aus der Kabine, waren defensiv gallig und ließen vorne den Ball gut laufen. Jena gestatte man im dritten Spielabschnitt lediglich einen Feldkorb, konnte sich allerdings am anderen Ende des Feldes offensiv auch nicht immer belohnen. Die nach wie vor miserable Trefferquote aus der Distanz verhinderte, dass man sich vorentscheidend absetzen konnte. Nach zwischenzeitlich 11 Punkten Vorsprung verkürzten die Thüringer vor dem letzten Viertel mit drei erfolgreichen Freiwürfen auf 48:41.

Zu Beginn des vierten Viertels dann das Déjà-Vu für Leipzig: Wieder startete man unkonzentriert in den entscheidenden Spielabschnitt und vernachlässigte die bislang so fokussierte Verteidigungsarbeit. Jena eröffnete das Viertel mit einem 11:2-Run und ging mit 52:50 in Führung. Diesmal jedoch wollten sich die Leipziger Jungs nicht wieder die Butter vom Brot nehmen lassen wie in so vielen Spielen der Hinrunde. Als Team besann man sich auf die eigenen Stärken, suchte weiter konsequent den Weg ans Brett und rührte hinten wieder mehr Beton an. Jena gelangen nur noch 7 weitere Punkte, während die Leipziger an der Freiwurflinie die Nerven behielten und das Spiel am Ende mit 68:59 für sich entscheiden konnten.

 

„Der Schlüssel zum Sieg war heute, dass alle Spieler ihre individuelle Leistung gegenüber den vergangenen Spielen gesteigert haben. Jeder hat seinen Job gemacht und so haben wir uns als Team heute belohnt“, resümierte Coach Justin nach dem Spiel sichtlich erleichtert. „Wir haben das Reboundduell gegen eine größere Mannschaft für uns entschieden, weniger oft den Ball verloren und doppelt so viele Assists verteilt. Das hat in diesem engen Spiel den Unterschied gemacht.“

 

Vor Weihnachten warten nun zwei Auswärtsspiele auf die Leipziger. Am 4. Dezember geht es nach Halle zum Mitteldeutschen BC, am 11. Dezember zur RSV Eintracht nach Stahnsdorf. „Beide Spiele waren in der Hinrunde eng, wir haben es am Ende durch eigene Unkonzentriertheiten verpasst, uns zu belohnen. Wir werden sehen, was auswärts für uns drin ist“, blickt Justin auf beide Spiele voraus.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Zuschauern, die die Jungs lautstark unterstützt und in der Brüderhölle für eine tolle Atmosphäre gesorgt haben.