31.10.2017 - 20:08

Knappe Auswärtsniederlage der Uni-Riesen bei den Regnitztal Baskets

Nach dem ersten Heimsieg der Saison gegen Nördlingen am vergangenen Wochenende warteten am 28.10. die Regnitztal Baskets als bisher siegloses Tabellenschlusslicht auf die Uni-Riesen. Dementsprechend zuversichtlich trat die Mannschaft von Justin Schlünken am Samstag die zweieinhalb Stunden lange Auswärtsfahrt mit Ziel Bamberg an, um die nächsten Punkte einzufahren. Mit den Regnitztal Baskets wartete ein besonders junges und talentiertes Team auf die Leipziger. Die"brose Youngsters Bamberg" sammeln in der 2. Regionalliga bereits früh Spielerfahrung im Herrenbereich, um später eine Profilaufbahn einschlagen zu können. "Das wird keine leichte Aufgabe" warnte Justin Schlünken die Mannschaft bereits im Training vor — er sollte Recht behalten. Besonders die Tatsache, dass mit Kilian Bartsch,  Miguel López-Barcelay, Tony Matthes und Franz Leonhardt gleich vier Leistungsträger der Mannschaft nicht verfügbar waren, erhöhte den Druck auf den Rest des Teams.
 
Trotz der widrigen Umstände kamen die Leipziger gut ins Spiel und gingen über Treffer vonTim Schmiedel und Sven Papenfuß schnell mit 4:0 in Führung. Durch beherzte Aktionen der Flügelspieler gelang es immer wieder, die gegnerische Verteidigungvor Probleme zu stellen und an der Freiwurflinie zu punkten. Mit einer knappenFührung von 12:13 für die Uni-Riesen endete das erste Viertel.Im zweiten Viertel wurden die Größenvorteile der Regnitztaler deutlich. So erarbeiteten sich diese immer wieder zweite Wurfchancen am offensiven Brett und ließen defensiv keine einfachen Punkte zu.  Nahezu alle Leipziger Zähler in diesem Spielabschnitt wurden von der Freiwurflinie erzielt.Die Ausbeute mit 7 von 14 möglichen Punkten war allerdings erneut mager. Mit viel Kampfgeist und guter defensiver Kommunikation gelang es dennoch, eine knappe 25:29 Führung mit in die Pause zu nehmen.
 
Die Vorgabe des Trainers, sich im dritten Spielabschnitt auf zehn oder mehr Zähler abzusetzen um das Spiel frühzeitig zu entscheiden, wurde entschlossen angegangen. Wie zu Spielbeginn punkteten die Uni-Riesen schnell, diesmal über Schmiedel und Hildebrandt, die den Vorsprung kurzzeitig auf neun Punkte anwachsen ließen. Sofort reagierte Kevin Kositz, der Coach der Regnitztaler,auf die schnellen Leipziger Punkte und stellte auf eine Zonenverteidigung um. Diese zeigte unmittelbare Wirkung und forderte viele Ballverluste und überhastete Abschlüsse. Auf der Gegenseite konnte Regnitztal vermehrt aus dem Umschaltspiel leicht punkten. Justin Schlünken wurde zu einer frühen Auszeit gezwungen, um sein Team auf die defensive Umstellung des Gegners einzustellen. Anschließend wurde der Abschluss konsequenter über die Insidespieler der Messestädter gesucht. Dennoch ging Regnitztal mit einer knappen 44:41 Führung ins letzte Viertel.
 
Durch einen schnellen Regnitztaler 6:0 Run gerieten die Uni-Riesen zu Beginn des letzten Spielabschnittes ins Hintertreffen und mussten nun einem acht Punkte Rückstand hinterher laufen. Die Leipziger fanden im Anschluss eine rasche Antwort durch Punkte am Brett von Robert Kaiser und aus der Distanz durch Konstantin Sigal. Es kündigte sich eine turbulente und vor allem spannende Schlussphase an, in der sich besonders die jüngsten Akteure der Leipziger: Tim Schmiedel und Sven Papenfuß durch starke Abschlüsse am gegnerischen Korb auszeichnen konnten. Auf der Regnitztaler Seite hielten in den Schlussminuten Nicholas Tischler durchein 4-Punkt-Spiel und Valentin Brevet durch einen freien Dreier in unmittelbarer Folge, das Spiel für die Hausherren offen. Als die Partie nach dieser Serie aus Leipziger Sicht schon verloren schien, behielt erneut Sven Papenfuß die Nerven und brachte die Leipziger mit einem And-One wieder zur 67:65 Führung.
 
In den Schlusssekunden überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem harten Drive der Regnitztaler musste Leipzig foulen. An der Linie vergab Nicholas Tischler fürRegnitztal den ersten Freiwurf, konnte den zweiten aber zum Stand von 66:67 verwandeln. Bei sieben Sekunden Restspielzeit nahm Coach Schlünken sein letztes Time-Out.  Regnitztal musste im nächsten Leipziger Angriff zwangsläufig foulen, um das Spiel noch zu gewinnen. Klare Vorgabe des Trainers war es also, den Ball sicher ins Spiel zu bringen und an der Freiwurflinie den Auswärtssieg klar zumachen. Durch hohen Verteidigungsdruck der Regnitztaler gelang es nicht, den Ball sicher ins Feld zu bringen, Adrian Bergmann sammelte den freien Ball im Leipziger Rückfeld ein, lief alleine auf den Korb zu und konnte damit drei Sekunden vor Schluss das Spiel zu Gunsten von Regnitztal entscheiden.
 
Endstand 68:67
 
Regnitztal:Tischler (18), Edwardsson (12), Nicklaus (12) Ueberall (10)
 
Leipzig:Papenfuß (23), Schmiedel (16), Kaiser (7) (alle Leipziger konnten punkten)
 
Das nächste Heimspiel der Uni-Riesen findet am 11.11.17 um 14 Uhr in der kleinen Arena Leipzig statt. Zu Gast ist der TSV 1884 Wolznach.