23.11.2017 - 10:46

Trotz starkem Kampf – Niederlage in Würzburg nach durchwachsenem Spiel

Nach der Heimniederlage gegen Wolnzach am vorhergehenden Wochenende stand am Samstag um 20 Uhr für die Leipziger Basketballer ein Auswärtsspiel auf dem Plan. Gegner war der derzeitige Tabellenführer aus Würzburg. Die Mannschaft des USC reiste erneut dezimiert an, so waren die beiden Guards Ben Hruschka und Tony Matthes sowie Franz Leonhardt als Flügelspieler leider verhindert. Coach Justin Schlünken konnte also vor allem auf den kleinen Positionen nur auf eine verhältnismäßig kurze Bank zurückgreifen.

Die Würzburger gingen zweifelsohne als Favorit in das Spiel. Die Rolle des Underdogs wollte man aus Leipziger Sicht für sich nutzen und so frei wie beherzt aufspielen. In der Defensive galt es sich insbesondere auf Jonas Gröning, den Topscorer der Heimmannschaft, einzustellen, welcher in den beiden vorangegangenen Spielen jeweils über 20 Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte. 

Der Start in die Partie verlief für das Team aus Leipzig holprig, defensiv ließ man Biss, offensiv Disziplin vermissen. So ließ man das Gegnerteam rasch seinen Rhythmus finden und es entwickelte sich zeitnah ein zweistelliger Punktabstand. Die Leipziger fanden in den ersten zehn Minuten nicht ins Spiel und so endete das erste Viertel mit einem Zwischenstand von 20:08 zugunsten des Gastgebers. 

Trotz anspornender Worte seitens Coach Schlünken begann man auch den zweiten Spielabschnitt nicht mit verbesserter Bereitschaft und musste zusehen, wie die Würzburger immer weiter davon zogen. Dies konnten sie trotz eines offensiv blass gebliebenen Gröning (2 Pkt) mit gnadenlosem Fastbreak-Spiel, das man nicht zu unterbinden vermochte. Auf der Angriffsseite war das Spiel der USC-Basketballer von hilflosen Einzelaktionen durchzogen. Der Stand nach der Halbzeitsirene lautete 45:23.

Allzu leicht ließen sich die Leipziger jedoch nicht abfertigen und mit dem Anpfiff zur zweiten Spielhälfte folgte endlich die Gegenwehr seitens der Gastmannschaft. Die einschneidende Ansprache des Trainers in der Halbzeitpause wirkte offensichtlich als Weckruf und so spielte man prompt mit drastisch gesteigertem Einsatz und mit der nötigen Härte, um dem starken Heimteam doch noch Paroli zu bieten. In der Verteidigung konnte man viele Ballverluste erzwingen und in schnelle Punkte am offensiven Brett verwandeln. Im Halbfeld brillierten die Messestädter mit wenig ästhetischem, dafür aber effizientem Teambasketball. Besonders der Nachwuchsspieler und Leistungsträger Sven Papenfuß konnte im Angriff mehrmals Akzente setzen, unter anderem mit dem einzigen  verwandelten Leipziger Dreipunktewurf. Würzburg wirkte im dritten Viertel von der plötzlichen Aggressivität seines Gegners überrumpelt, diesen Überraschungsmoment nutzte das Gastteam effektiv aus und ließ den Abstand zwischenzeitlich auf acht Punkte schmelzen – das Momentum war zum Ende des dritten Viertels auf Leipziger Seite. 

Auch im finalen Spielabschnitt wollte man natürlich den Druck auf den Gegner aufrecht erhalten. Dies gelang anfangs, allerdings brachten sich die Würzburger durch abgeklärtes Angriffsspiel wieder in die Partie und auf sichere Distanz zurück. Leipzig kämpfte weiter, doch die kurze Rotation und die damit verbundene Erschöpfung machte sich bemerkbar und es schlichen sich in der Offensive individuelle Fehler ein. Auch defensiv schien die Kraft nachzulassen und der Gastgeber konnte den Heimsieg letztlich ohne größere Probleme sichern. Endstand: 55:69. 

Auswertend bleibt zu sagen, dass die Basketballer des USC trotz erheblicher spielerischer Schwierigkeiten in der ersten Spielhälfte Charakter bewiesen und sich zurückgekämpft haben. Für den Sieg reichte es am Ende leider nicht, doch es gilt dies in Motivation für das kommende Heimspiel am 25.11. umzumünzen. Wir freuen uns dahingehend auf zahlreiche und vor allem lautstarke Unterstützung auf dem Weg zum zweiten Heimsieg der Saison. 

Ein besonderer Dank gilt den vier nach Würzburg mitgereisten Fans. Danke für eure stetige Unterstützung!

Für Leipzig spielten: Sven Papenfuß (19) , Miguel Lopez-Barcelay (13), Benjamin Shibru (9), Felix Klenke (8), Lorenz Hildebrandt (4), Kilian Bartsch (2), Konstantin Sigal, Robert Günter Kaiser, Tim Schmiedel