17.10.2017 - 09:41

Wieder ein Viertel verschlafen - Uni-Riesen unterliegen Neustadt an der Waldnaab

Wieder ein Viertel verschlafen - Uni-Riesen unterliegen Neustadt an der Waldnaab Bild: Ansichts Sache

Nach dem Auswärtssieg in Goldbach und der knappen Heimniederlage gegen Bayreuth stand am Wochenende ein erneutes Auswärtsspiel für die Mannschaft des USC Leipzigs auf dem Programm. Dieses sollte das Team in die Oberpfalz führen – genauer gesagt nach Neustadt an der Waldnaab. Der Gegner aus Neustadt grüßte nach zwei Spieltagen von der Tabellenspitze und konnte mit einer breiten Brust ins Spiel gehen.  Besonderes Augenmerk der Leipziger lag auf dem Topscorer des Gegners Vladimir Krysl der in den ersten beiden Begegnungen bereits zehn 3-Punkt Würfe versenken konnte.

Doch trotz des starken Gegners hatte sich die Mannschaft um Trainer Konstantin Sigal einiges vorgenommen. So wollte man durch Teamspiel, Kampfgeist und einer sicheren Verteidigung dem Tabellenführer ein Bein stellen. Einen kleinen Wehmutstropfen hatte man jedoch zu verkraften,  Big Men Miguel Lopez-Barcelay konnte sich leider nicht mit auf die Reise machen und drückte seinen Mitspielern aus der Heimat die Daumen.

Nach der Spielervorstellung in der mit rund 200 Zuschauern gut gefüllten Halle des Gastgebers starteten die Messestädter zunächst nervös in die Begegnung und konnten erst nach zweieinhalb Minuten die ersten Punkte erzielen. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie in welcher das junge Team einen weiteren Ausfall verkraften musste. Lorenz Hildebrandt musste mit einer ausgekugelten Schulter bereits nach 5 Minuten das Parkett verlassen  und konnte den Rest der Partie leider nur von der Bank verfolgen.  Dessen ungeachtet kämpfte die Mannschaft weiter und nach 8 Minuten verwandelte Youngster Tim Schmiedel einen 3-Punktwurf zur ersten Führung im Spiel (12:9). In den abschließenden zwei Minuten des 1. Viertels verloren die Leipziger Korbjäger jedoch den Faden- ein 7:0 Lauf der Gastgeber war die Folge. So ging das Viertel mit 16:12 an den Tabellenführer.

In der Viertelpause mahnte Coach Sigal an, sich wieder auf die Stärken zu besinnen. Weniger Einzelaktionen, mehr Teambasketball so seine Forderungen.  Nach einem erneut sehr ausgeglichenen Start in das 2. Viertel wurden die UniRiesen immer nachlässiger. Statt des geforderten Teambasketballs verrannten sich die Leipziger immer mehr in Eins gegen Eins Situationen, welche nicht den gewünschten Erfolg brachten. Auf der anderen Seite des Feldes gelang es nun den Gastgebern immer mehr Fastbreak-Punkte zu  erzielen sowie sich mehr Offensivrebounds zu angeln, logische Konsequenz war ein immer größer werdender Rückstand für die Mannschaft von Trainer Sigal. Das Halbzeitsignal beendete ein verschlafenes Viertel und man ging mit einem Rückstand von 35:19 in die Kabine

Nach einer deutlichen Ansprache kam das Team motiviert zurück aufs Feld, bereit den Rückstand wieder zu verkleinern. Wie auch im ersten Viertel konnten die Zuschauer nun wieder ein Spiel auf Augenhöhe verfolgen, in dem es den Gastgebern nicht gelang die Führung groß auszubauen, umgekehrt aber den Sachsen auch nicht aufzuholen. Nach 30 Minuten stand ein 60:40 auf der Anzeigetafel.

Damit wollten sich die USCler aber nicht zufrieden geben und nahmen sich vor mit starken letzten 10 Minuten sich zumindest anständig zu verabschieden. Dies gelang auch, so gestattete man den Bayern nur neun Punkte. Die Defense stand nun also, aber auch in der Offensive konnte man wieder das Teamkonzept erkennen. Es wurde sich an die Absprachen gehalten und ebenfalls gelangen auch die Systeme besser. Auch wenn es nicht mehr zum Sieg reichte, konnte das letzte Viertel mit 21:9 gewonnen werden.  Mit 61:69 musste also die 2. Saisonniederlage eingesteckt werden, doch sollte man den Kopf nicht hängen lassen, denn am 21.10 steht wieder ein Heimspiel gegen ProB-Mitabsteiger Nördlingen an.

Trainer Konstantin Sigal: „Heute ist es uns wieder nicht gelungen über 40 Minuten konzentrierten Teambasketball sowie aggressive Defense zu spielen. Besonders das 2. Viertel sollte uns eine Lehre sein. Mit ausschließlich Einzelaktionen gelingt es einfach nicht erfolgreich zu spielen. Auch haben wir einfach wieder zu viele Freiwürfe liegen lassen, dabei haben wir in dieser Woche mehr Freiwürfe geworfen als zuvor. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen, denn mit Nördlingen kommt ein starker Gegner zu uns.“

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal an die vier mitgereisten Fans, die nie aufgehört haben uns zu unterstützen und den Heimzuschauern gut Stimmungsparoli boten. Lorenz Hildebrandt wünschen wir natürlich eine gute sowie schnelle Genesung.

Für Leipzig spielten: Papenfuß (20), Leonhardt (12), Bartsch (10), Schmiedel (8), Kaiser (5), Shibru (4), Vyhnal (2), Klenke, Hildebrandt, Bashouri

Das nächste Heimspiel findet am 21.10 um 14:00 in der Brüderhalle statt.