26.11.2018 - 15:13

Mit Kampfgeist und Glück zum dritten Sieg in Folge

Uni-Riesen gewinnen 73 zu 72 in Dresden

Mit den beiden Heimsiegen im Rücken wollten die Uni-Riesen beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten aus der Elbestadt offensiv ihre derzeitige Platzierung (4.) verteidigen. Bis zur Halbzeit schien das Vorhaben auch gut zu gelingen. Coach Dietze dazu: „Zur Halbzeit (39 zu 47) hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel unter Kontrolle haben.“

Doch nach der Pause zeigten die Uni-Riesen eine schwache Verteidigungsleistung gepaart mit fünf Minuten ohne Korberfolg und verspielten ihre Führung. Nach dem Ausgleich durch die aufopferungsvoll kämpfenden Dresdener um die ProB-erfahrenen Robert Haas (20 Punkte) und Robert Zobel (12 Punkte) gelang den Gästen jedoch mit einem 5:0-Lauf wieder der Konter. Das dritte Viertel endete 54 zu 58.

Anstatt den erkämpften Vorsprung zur Stabilisierung des eigenen Spiels zu nutzen, verfielen die Uni-Riesen in das Muster des dritten Viertels. Nach einer „zum Teil desaströsen Verteidigungsleistung“ (J. Dietze) unseres Teams gingen die Gastgeber in der 38. Minute erstmals in Führung (70 zu 67) und eröffneten eine dramatische Schlussphase der Partie. Über die Stationen 70 zu 69, 72 zu 69 und 72 zu 71 entschied eine überragende Aktion das Spiel: Stefan Dziuballe mit Ballgewinn gegen Robert Haas und mit Zuspiel auf Franz Leonhardt; dieser mit tollem Pass auf den nach vorn sprintenden und eiskalt abschließenden Sven Papenfuß. In den verbleibenden 24 Sekunden sicherten nervenstarke Uni-Riesen gegen glücklose Titans (zwei Dreierversuche, zwei Tip-in-Versuche) den knappen Derby-Erfolg.

Erleichtert resümiert der Leipziger Trainer: „Franz Leonhardt hat uns zurück ins Spiel gebracht und Sven Papenfuß hat mit den letzten sechs USC-Punkten in Folge alles klargemacht. Das Team hat wieder unglaubliche mentale Stärke gezeigt und ein eher schwaches Spiel erfolgreich abgeschlossen.“

Dieser enorm wichtige Sieg wurde ohne Routinier Miguel Lopez-Barcelay erreicht, dessen Verletzung aus dem Spiel gegen Chemnitz sich doch als schwerwiegend erwies. Teamarzt Dr. Göran Wild konnte noch keine Entwarnung geben. Die Entscheidung, ob der Fuß operiert werden muss, kann erst im Laufe der nächsten Tage getroffen werden. Damit ist klar, dass unser bisher erfolgreichster Center (11,8 Punkte im Schnitt) auch beim nächsten Spiel in Neustadt fehlen wird. Wir wünschen ihm baldige Genesung.

Für Leipzig spielten: Leonhardt (15), Papenfuß (14), Pollrich (9, drei Dreier),Konopka (8), Schmiedel (8, ein Dreier), Hildebrandt (7), Matthes (4), Shibru (4), Dziuballe (2), Vyhnal (2), Grimmer, Sigal.