13/04/2020 - 13:33

Rück- und Ausblick im Zeichen der Corona-Krise

Wettbewerbe beendet – Vereinsleben modifiziert

Sowohl für die Uni-Riesen als auch für alle anderen Breitensport- und Nachwuchsteams der USC-Basketballabteilung ist die Wettkampfsaison 2019/2020 bereits vor Ostern Geschichte. Im Rahmen der notwendigen Pandemie-Schutzmaßnahmen haben sich die Verantwortlichen der Verbände, Ligen-Institutionen und Vereine auf Sonderregelungen verständigt. Es werden keine offiziellen Meister benannt und folglich keine Siegerehrungen durchgeführt. Die Erstplatzierten der jeweiligen Ligen erhalten das Aufstiegsrecht und es gibt keine Absteiger. Aktuell fragen die verschiedenen Spielleitungen die Vereine ab, wer auf- bzw. absteigen möchte. Nach Eingang aller Rückmeldungen werden die Ligen-Zusammensetzungen durch die Spielleitungen / Ligen- Ausschüsse festgelegt. Ob die Saison 2020/2021 pünktlich beginnen kann, ist noch völlig offen. Beim Blick zurück kann festgehalten werden, dass die Uni-Riesen in der 2. Regionalliga ihre Rolle als Team mit viel Einsatzzeit für junge Akteure, mit guter Spielkultur und mit Potenzial für das obere Tabellendrittel erwartungsgemäß umgesetzt haben. Trainer Jens Dietze hat die Mannschaft in überzeugender Manier geführt. Dass es unter den gegebenen Umständen nur Platz fünf und nicht wie, von ihm selbst angestrebt, Platz drei geworden ist, bleibt unerheblich. Wichtiger ist die gute Entwicklung, die die eingesetzten u19-Spieler (Jan Aurov, Leander Dalchau und Peter Zergiebel) genommen haben. Sie spielten eine wichtige Rolle sowohl im USC-Herrenteam als auch beim MBC in der Nachwuchsbundesliga.

Ähnliches kann auch von der zweiten Mannschaft gesagt werden, die erstmals von Darren Stackhouse betreut wurde. Insgesamt zehn (!) u19- und u16-Akteure kamen in der Oberliga Sachsen zum Einsatz. Für vier von ihnen waren es die ersten Erfahrungen im Herrenbasketball. Nach erwarteten Schwierigkeiten zu Saisonbeginn – die jüngeren Spieler brauchen etwas Zeit, um sich an das Spielniveau zu gewöhnen – konnte das Team sechs der letzten 8 Spiele gewinnen und die Saison auf einem erfreulichen 7. Platz beenden.

Unsere erfolgsverwöhnte dritte Mannschaft, in der sich USC-Prominenz aus Zweitligazeiten tummelt, musste sich nach langen Jahren der Dominanz erstmals mit Platz zwei in der Oberliga Sachsen begnügen.
Besonders hart trifft der vorzeitige Saisonabbruch unsere Jüngsten. Die u8 hätte am vorletzten Märzwochenende ihr erstes Turnier gehabt und Kinder wie Eltern waren schon voller Vorfreude. Jetzt wird es noch eine Weile bis zum ersten Wettkampf dauern. Sehr positiv ist die Mitgliederentwicklung in der u8. Nachdem wir zum Schuljahresbeginn erst 5 Kinder in der u8 hatten, ist die Trainingsgruppe inzwischen auf 20 Mitglieder angewachsen und wöchentlich kamen neue Kinder zum Probetraining. Ein großes Dankeschön gilt hier Franz Leonhardt der neben seinen Aufgaben als Lehramtsstudent, Spieler der Uni-Riesen und Mitarbeiter in der USC-Geschäftsstelle auch noch die Zeit fand, sich mit viel Herzblut und positiver Energie unseren Jüngsten zu widmen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in der u10. Auch hier ist die Mitgliederentwicklung sehr positiv. Aktuell trainieren 36 Kinder in den beiden Trainingsgruppen. Leider hatten auch die u10 Teams bisher kaum Spiele, da auf Bezirksebene kein u10 Spielbetrieb zu Stande kam und bisher nur wenige Spiele gegen die Stützpunkte aus Dresden und Chemnitz auf dem Plan standen. Die eigentliche Turniersaison hätte im März starten sollen.

Unsere Breitensportteams der Altersklassen u12 bis u18 befanden sich mitten in ihren Bezirksligawettbewerben. Bei Abbruch der Saison belegten sie die Plätze eins (u14 und u18), drei (u12) und fünf (u16). Vom 10. bis 14.02.2020 fand wieder unser jährliches USC Wintercamp statt. Mehr als 50 Kinder im Alter von 5-13 Jahren nutzen die Winterferien, um täglich von 9.00-15.30 Uhr an ihren Basketballskills zu feilen. Sowohl die Kinder als auch die sieben Trainer hatten wieder viel Spaß.

Die Leistungsteams der u12 bis u16 absolvierten noch am ersten Märzwochenende ihre sächsischen Qualifikationsturniere auf dem Weg zur Regionalmeisterschaft, Deutschen Meisterschaft bzw. zum DBB-Pokal. Die u14 und die u16 konnten sich für die Sachsen/Thüringen Runde qualifizieren.

Für das u12 Leistungsteam endete die Saison nach Niederlagen gegen Chemnitz und Dresden etwas unglücklich. Das ist vor allem insofern ärgerlich, als dass sich das Team im Laufe der vergangenen Monate sehr gut entwickelt hat. Nach dem starken Jahrgang in der vergangenen Saison, waren die Erwartungen an den neuen Jahrgang zum Schuljahresbeginn nicht ganz so hoch. Das Team beeindruckte aber durch eine fleißige Trainingsbeteiligung und lieferte sich mit den Dresden Titans einen harten Kampf um den 2. Platz in Mitteldeutschland hinter den überragenden Niners. Insgesamt muss man festhalten, dass sich der sächsische Minibasketball auf einem sehr guten Weg befindet. Die Mitteldeutsche Liga wurde von den Teams aus Dresden, Chemnitz und Leipzig dominiert.

Die u14 Leistungsgruppe war ebenfalls mit Ambitionen in die Saison gestartet. Schließlich galt es für den älteren Jahrgang (2006), sich auf die im Juni anstehende JBBL Qualifikation vorzubereiten. Dabei befand sich das Team leistungsmäßig auch im Plan. Hinter den beiden Sportschulstandorten belegten die Leipziger den 3. Platz in der Mitteldeutschen Liga. Dabei gab es im letzten Saisonspiel noch einen Sieg gegen die Jenaer. Der Platz für das Final Four war gesichert und der Finaleinzug ein realistisches Ziel.

Die u16 Leistungsgruppe befand sich mangels geeignetem Spielbetrieb in einer etwas schwierigen Situation. Ein reguläres Teamtraining fand kaum statt. In der Bezirksliga dominierte das Team nach Belieben und gewann seine Spiele im Schnitt mit mehr als 90 Punkten Vorsprung. Die sechs besten Spieler des Teams trainierten und spielten außerdem im JBBL Team der Dresden Titans sowie in unserer 2. Männermannschaft in der Oberliga bzw. bei den Leipzig Lakers in der Landesliga Herren.

Von der aktuellen Situation besonders stark betroffen ist unser JBBL-Projekt. Wir hatten im Dezember unsere Pläne den entsprechenden Eltern vorgestellt und darum gebeten, bis Ende Januar eine Rückmeldung zu geben, welche Spieler/Familien beim Projekt mitmachen wollen. Die Rückmeldungen waren sehr positiv, alle Leistungsträger sind mit an Bord.

Ende Februar haben die Spieler der Jahrgänge 2005/2006 unter Berücksichtigung der noch laufenden Spielbetriebe begonnen, regelmäßig zweimal pro Woche gemeinsam zu trainieren. Verantwortliche Trainer sind Darren Stackhouse und Konstantin Sigal. Ab dem 30.03.20 (mit Ende der Saisons in JBBL, OLH etc.) sollten sich die Jungs viermal wöchentlich auf die im Juni stattfindenden JBBL-Qualifikationsturniere vorbereiten. Dazu waren auch Turnierteilnahmen über Ostern und Pfingsten geplant. Diese Planungen wurden durch den Corona-Virus komplett über den Haufen geworfen. Die JBBL hat wie alle anderen Ligen auch ihr Saison für beendet erklärt und festgelegt, dass es keine Pflichtabsteiger geben wird. Laut Ausschreibung für die kommende Saison müssen sich alle aktuellen Teams und alle neuen Interessenten für die Teilnahme am Wettbewerb 2020/2021 bewerben. Sollten einige der aktuell in der JBBL vertretenen Teams keinen Antrag für die neue Saison stellen, dann wird der Ligaausschuss darüber entscheiden, welche Neubewerber in die Liga aufgenommen werden. Qualifikationsturniere werden im Sommer nicht gespielt.

Wir planen aber weiterhin in der kommenden Saison JBBL zu spielen und werden uns definitiv bewerben. Wann ein regulärer Trainingsbetrieb wieder möglich ist, ob wir einen Platz in der JBBL erhalten und wann die neue Saison tatsächlich starten kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen.

Die Sporthallen sind bis zum 19.04.2020 geschlossen. Nach aktueller Lage ist davon auszugehen, dass sich dieser Zeitraum verlängert. Alle Sportler sind aufgefordert sich individuell fit zu halten. Die Trainer bieten Unterstützung u.a. bei der Nutzung digitaler Sportstunden und Videotutorials an. Besondere Empfehlung: Das Angebot des Kapitäns der Uni-Riesen  http://franzleonhardt.de !

Weitere Informationen dazu unter: www.uni-riesen.de; auf Instagram: @uniriesen und auf Facebook: Uni-Riesen Leipzig