11.02.2019 - 14:48

Siegesserie gerissen

Uni-Riesen verlieren ersatzgeschwächt in Zwickau

 

Neun Dreier getroffen und eine passable Freiwurfquote (12 von 16) erreicht – trotzdem mussten die Uni-Riesen am vergangenen Samstag nach fünf Siegen in Folge mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. Die gastgebenden Zwickauer hatten das Sachsen-Derby ungefährdet mit 91 zu 73 gewonnen und dabei in allen vier Vierteln die Nase vorn.

Grundlage des Ergebnisses war eine hervorragende Offensivleistung auf Zwickauer, der eine extrem schwache Defensive auf Leipziger Seite gegenüberstand. Die Gastgeber hatten nicht nur alle bisherigen Leistungsträger an Bord (Fraas, Bellscheid, Kupfer-Zwingelberg und Velishaev), die zusammen 55 Punkte und sechs Dreier beisteuerten. Auch die beiden Neuverpflichtungen (Onea und Andrus) erwiesen sich als Verstärkung.

Für die Uni-Riesen waren schon die Vorzeichen schlecht. Krankmeldungen, Verletzungen und Prüfungen sorgten für zahlreiche Ausfälle – sowohl im Training als auch beim Spiel. Vor allem von den großen Positionen ausgehend hatte das Team von Jens Dietze zahlreiche Probleme. Nach dem Ausfall von Lorenz Hildebrand und Robert Kaiser lag die größte Last auf dem gesundheitlich ebenfalls angeschlagenen Miguel Lopez-Barcelay. Das konnte nicht kompensiert werden. Hinzu kamen zahlreiche individuelle Fehler in der Verteidigung, die von den Zwickauern konsequent bestraft wurden. Da half es auch nicht, dass die Leipziger Leistungsträger offensiv wieder Top-Werte lieferten. Daniel Pollrich (20 Punkte, fünf Dreier), Franz Leonhardt (16 Punkte, ein Dreier) und Sven Papenfuß mit 14 Punkten bewiesen wieder ihre Treffsicherheit. Mit Kilian Bartsch (elf Punkte, drei Dreier) scorte ein weiterer Spieler zweistellig.

Jens Dietze resümierte: „Wir haben bis auf das letzte Viertel (19 zu 17) jeweils mehr als 20 Punkte kassiert. Im Gegensatz zum Chemnitz-Spiel in der vergangenen Woche fehlte der nötige Biss. Teilweise katastrophales Rebound-Verhalten und falsche Entscheidungen verhinderten den Spielfluss. Daran müssen wir in den nächsten Tagen arbeiten. Es gilt nun, das Spiel abzuhaken und nach vorn zu schauen, denn es wartet mit Litzendorf der nächste unangenehme Gegner.“

Auf die Tabellensituation hat die Niederlage keine Auswirkung für die Uni-Riesen. Da Chemnitz das Top-Spiel gegen Regnitztal ebenfalls verloren hat, bleiben sie mit vier Punkten Vorsprung auf Platz drei der Tabelle.

Für die Uni-Riesen spielten in Zwickau: Pollrich (20, fünf Dreier), Leonhardt (16, ein Dreier), Papenfuß (14), Bartsch (11, drei Dreier), Konopka (4), Lopez-Barcelay (4), Klenke (2), Sigal (2), Matthes.